Die mit den Unsicherheiten im globalen Handel verbundene Marktvolatilität hat in kurzer Zeit zu einer erheblichen Ausweitung der Spreads geführt. Das eröffnet nach Meinung von Simon Matthews, Senior Portfolio Manager Non-Investment Grade Credit, interessante Chancen auf dem Markt für US-Hochzinsanleihen.
„Die Spreads für Hochzinsanleihen haben sich in den vergangenen zwei Monaten um etwa 150 Basispunkte (Bps) ausgeweitet und liegen derzeit im Bereich von 400 bis 425 Bps – eine deutliche Abkehr von den jüngsten Tiefständen Mitte Februar, als sie bei 262 Bps lagen. Die Zinsaufschläge befinden sich nun in einem Bereich, in dem die künftigen Renditen für Anleger in der Vergangenheit überzeugend waren.
Innerhalb des High-Yield-Universums haben sich die Spreads für Anleihen mit BB-Rating seit Jahresbeginn auf etwa 250 Bps ausgeweitet (+155 Bps). Auf den ersten Blick mögen diese Spreads uninteressant erscheinen. Wenn man sie aber mit den Zinsaufschlägen vergleicht, die Hochzinsanleihen in den vergangenen 20 bis 30 Jahren während volatiler Marktphasen oder Rezessionen aufwiesen, lohnt sich ein Blick auf die Fundamentaldaten unter der Oberfläche.
Die Qualität ist gestiegen
Der Markt für Hochzinsanleihen hat sich in den letzten zehn bis 15 Jahren zu einem Segment mit einem größeren Anteil an Anleihen mit BB-Rating, einem Anstieg der Emission besicherter Schuldtitel, einer geringeren Duration und einer wesentlich konservativeren Verwendung der Erlöse entwickelt. Die Akquisitionsfinanzierung ist seit 2007 um rund 38 Prozentpunkte zurückgegangen. Wertpapiere mit niedrigerem Rating machen heute weniger als 10 Prozent der gesamten Neuemissionen aus – 2007, im Vorfeld der globalen Finanzkrise, waren es noch 36 Prozent. Jeder dieser Faktoren verringert für sich genommen das Kredit- und Ausfallrisiko. In Kombination trieben sie noch vor wenigen Wochen die Renditeaufschläge für Hochzinsanleihen in die Nähe von Allzeittiefs.“




