Recht & SteuernHighlightPrivate Equity in der Unternehmensnachfolge:

21. September 2020
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Vielfältige steuerliche Fragen beachten

 

Mittelständische Unternehmen finden bei Private Equity-Gesellschaften häufig den passenden Partner für die Unternehmensnachfolge. Das kann für beide Seiten eine lukrative Angelegenheit sein. Wichtig: Es entstehen komplexe steuerliche
Implikationen bei dem Verkauf von Anteilen.

Der Frage der Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand – also im typischen Familienunternehmen – kommt derzeit und künftig höchste Bedeutung zu, um die Stabilität des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu sichern. Die Schätzungen zur Anzahl der aktuell jährlich nachfolgebereiten Unternehmen reicht von rund 30.000 (Institut für Mittelstandsforschung) bis etwa 100.000 (Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW). Durch den mit über 99 % weit überwiegenden Anteil der Unternehmen kleinster, kleiner und mittlerer Größe hängt in
Deutschland die Mehrzahl der Arbeitsplätze vom Erfolg der Übergabe des Betriebs an die nächste Generation ab. Zugleich wollen immer weniger Menschen unternehmerische Verantwortung übernehmen.

Das hat bereits insofern Auswirkungen auf die Praxis, als dass mittlerweile rund 50 % der Familienunternehmen im Rahmen der Unternehmensnachfolge nicht an die nächste Generation weitergegeben, sondern verkauft werden. Und bei diesen Verkaufsaktivitäten wiederum ist ebenfalls ein Wandel zu beobachten: War es in der Vergangenheit im Mittelstand normal, dass ein Wettbewerber, Partner oder Lieferant als strategischer Käufer den Betrieb erworben hat, kommen heute häufig Private Equity-Gesellschaften zum Zug.

Mittelständische Unternehmer brauchen einen professionellen Transaktionsprozess

Das ist längst kein Widerspruch mehr, Private-Equity-Gesellschaften haben den negativen „Heuschrecken“-Ruf abgelegt.
Die Bereitschaft inhabergeführter Unternehmen, die Investoren aufzunehmen, ist über die Jahre immer weiter gewachsen. Mittelständische Unternehmen finden bei Private Equity Gesellschaften häufig den passenden Partner für die Unternehmensnachfolge. Das kann für beide Seiten eine lukrative Angelegenheit sein. Renditen im Mittelstand in Höhe von 10, 15 oder sogar 20 % sind keine Seltenheit. Zugleich verfügen Beteiligungsgesellschaften in der Regel über viel Kapital und können damit auch sehr gehobene Kaufpreise realisieren.

Wichtig ist, dass mittelständische Unternehmer einen professionellen Transaktionsprozess schaffen. Private Equity-Gesellschaften brauchen eine absolut wasserdichte Due Diligence, um so viele unternehmerische, rechtliche und steuerliche Risiken wie möglich auszuschließen. Finanzinvestoren benötigen detaillierte Informationen zur Risikoanalyse. Dafür werfen sie spezielle Fragestellungen auf, unter anderem zu klaren wirtschaftlichen Verhältnissen, Planungsgrundlagen und ‑prämissen und, wenn möglich, eingeführten Controlling-Instrumenten. Es ist unabdingbar, den Verkaufsprozess sehr genau vorzubereiten und auf die Erwartungen der potenziellen Käufer abzustellen.

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