„Pausentaste gedrückt, aber die Finger zucken”

Steht die Geldpolitik vor einem Wendepunkt? Trotz einer Woche voller Zentralbanktermine deutet vieles auf Stillstand hin. Doch unter der Oberfläche wächst der Druck durch Inflation und Geopolitik. In seinem Kommentar erläutert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, warum die Ruhe trügerisch ist und wo sich für Anleger trotz Abwartemodus neue Chancen bieten.
29. April 2026
Kevin Thozet - Foto: © Carmignac

Steht die Geldpolitik vor einem Wendepunkt? Trotz einer Woche voller Zentralbanktermine deutet vieles auf Stillstand hin. Doch unter der Oberfläche wächst der Druck durch Inflation und Geopolitik. In seinem Kommentar erläutert Kevin Thozet, Mitglied des Investment-Komitees bei Carmignac, warum die Ruhe trügerisch ist und wo sich für Anleger trotz Abwartemodus neue Chancen bieten.

In dieser Woche treffen die Fed, EZB, BoE sowie die Notenbanken aus Japan und Kanada ihre Zinsentscheidungen. Es wird erwartet, dass alle Institutionen die Leitzinsen zunächst unverändert lassen.

Die US-Notenbank Fed dürfte aufgrund einer stabilen Wirtschaft und hartnäckiger Inflation vorerst abwarten, was Experten zu einer vorsichtigen Einschätzung für langfristige US-Anleihen veranlasst.

Die EZB navigiert zwischen schwachem Wachstum und Preisrisiken durch Energie; hier werden erste Zinsschritte ab Juni als wahrscheinlich angesehen.

Die Bank of England steht vor dem größten Dilemma: Sie muss eine hohe Inflation bekämpfen, während die heimische Wirtschaft und der Arbeitsmarkt deutlich schwächeln. In der Folge bleibt die Einschätzung für das Britische Pfund negativ.

Insgesamt zeigt sich, dass die Straffungszyklen der Zentralbanken an ihre Grenzen stoßen. Für Investoren ergeben sich daraus Chancen, da die Märkte beginnen, das Ende der Zinserhöhungen einzupreisen

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