Von der Fed-Sitzung in der kommenden Woche erwartet Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, keine Zinssenkung. Die Daten zur Inflation in den USA seien bestenfalls gemischt; der Erzeugerpreisindex habe sogar die Befürchtungen vor einem Wiederanstieg der Inflation wieder angefacht.
Botte: „ Die Vertriebsmargen steigen auf Kosten der Verbraucher. Die Strompreise (+6,7 %) sind im Vorfeld der Zwischenwahlen zu einem politischen Thema geworden und verdeutlichen eine der negativen externen Effekte, die mit der Entwicklung der KI verbunden sind. Auf den Zinsmärkten schürt die mit der Lage im Iran verbundene Volatilität des Rohölpreises die kurzfristigen Inflationserwartungen.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt zwar schwierig, aber es gibt keine dramatische Verschlechterung, da sowohl die Zahl der Neueinstellungen als auch die der Entlassungen niedrig bleibt.“
Das vollständige „MyStratWeekly“ der Natixis-Tochter finden Sie im englischen Original anbei. Im „Thema der Woche“ untersuchen die Analysten der Natixis-Tochter, inwieweit die ersten Anzeichen für ein Wachstum der deutschen Wirtschaft nachhaltig sind. „Deutschland ist das G7-Land, in dem die Bevölkerung am schnellsten altern wird, was das Wachstumspotenzial und die öffentlichen Finanzen belasten wird. Eine Rentenreform könnte dazu beitragen, die finanziellen Auswirkungen abzumildern. Die Regierung muss auch Maßnahmen ergreifen, um eine kurze Genehmigungsdauer für Investitionsprojekte zu gewährleisten und die Bürokratie abzubauen, um eine Erholung der privaten Investitionen zu fördern, die bisher nur schleppend vorankommen. Die bevorstehenden wichtigen Landtagswahlen im September könnten jedoch die Verabschiedung der notwendigen Reformen für ein nachhaltiges Wachstum in Deutschland behindern.“




