Nebenwerte – Qualität und Klasse in der zweiten Reihe

Größe ist immer relativ. Ist eine hohe Marktkapitalisierung alles oder gar das entscheidende Argument? Natürlich sind die großen Dickschiffe des deutschen Leitindex jedem Anleger ein Begriff, doch es lässt sich auch in kleinere Werte, Segmente und Indizes investieren. Der deutsche Leitindex DAX ist landauf, landab bekannt. Doch Nebenwerte können im Portfolio durchaus eine sinnvolle, attraktive Alternative sein. Mitunter erst recht zum jetzigen Zeitpunkt, zumal MDAX und SDAX auch 2023 dem großen Bruder hinterherhinken.
19. Dezember 2023
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Größe ist immer relativ. Ist eine hohe Marktkapitalisierung alles oder gar das entscheidende Argument? Natürlich sind die großen Dickschiffe des deutschen Leitindex jedem Anleger ein Begriff, doch es lässt sich auch in kleinere Werte, Segmente und Indizes investieren. Der deutsche Leitindex DAX ist landauf, landab bekannt. Doch Nebenwerte können im Portfolio durchaus eine sinnvolle, attraktive Alternative sein. Mitunter erst recht zum jetzigen Zeitpunkt, zumal MDAX und SDAX auch 2023 dem großen Bruder hinterherhinken.

Ein kurzer Blick zurück. 2022 war das „Annus horribilis“. Der große deutsche Leitindex DAX 40 hatte das vergangene Jahr mit einem Minus von 12 % beendet. Leidvoller war es für die viele Nebenwerte. Tief im roten Bereich mit einem Abschlag von mehr als 25 % schloss der MDAX das vergangene Jahr ab. Ähnlich katastrophal fiel es für den noch kleineren Bruder SDAX aus. Hier betrug das Minus knapp 28 %. 2023 fällt zumindest versöhnlicher aus. Alle drei genannten deutschen Indizes liegen zum Stichtag Mitte November im Plus. Aber wiederum schlagen die Large-Caps die Mid-/Small-Caps. Zinserhöhungen und eine schwächelnde Konjunktur treiben Anleger in die Hände der DAX-Werte. Nebenwerte links liegenlassen? Nein, das wäre unklug. Erst recht nicht mit einem längeren Anlagehorizont.

Aussichtsreiches Investment mit Nachholpotenzial

Viele (erfolgreiche) Small-Cap-Unternehmen sind in der Vergangenheit über den Konjunkturzyklus hinweg viel stärker gewachsen als ihre größeren Konkurrenten, da sie in der Lage sind, sich anzupassen und von der zunehmenden Marktgröße zu profitieren. Blickt man auf die Werte, so fällt die unglaubliche Fülle an interessanten Unternehmen auf. Rund 90 % der Firmen zählen zu den Nebenwerten. Sie punkten damit, dass sie in Nischen unterwegs und/oder sogar Weltmarktführer in zukunftsträchtigen Industriezweigen sind. Bei einem Großteil dieser Unternehmen spielt die Gründerfamilie bis zum heutigen Tag eine mitentscheidende Rolle. Die Geschäftstätigkeit ist vergleichsweise längerfristig ausgelegt. Mehr als 1.500 „Hidden Champions“ soll es hierzulande geben, knapp die Hälfte aller Hidden Champions weltweit. Sie sind so etwas wie die Anker der deutschen Ökonomie. Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld bald aufklaren, lohnt der gezielte Blick auf einige Perlen der zweiten bzw. dritten Reihe. 2024 könnten Nebenwerte deutlich aufholen. Ein chancenreiches Segment, insbesondere für aktive Stockpicker.

 

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