Kryptowährungen im Mischfonds: Chancen nutzen, Risiken begrenzen

Kryptowährungen haben sich in den vergangenen Jahren vom Spekulationsobjekt zu einer etablierten Assetklasse gewandelt. In rekordverdächtiger Zeit ist beispielsweise der Bitcoin-ETF von iShares zum 21. größten ETF weltweit nach Assets under Management geworden – getrieben von der Nachfrage aus dem institutionellen Bereich.
21. November 2025
Leo Willert - Foto: Copright ARTS Asset Management

Kryptowährungen haben sich in den vergangenen Jahren vom Spekulationsobjekt zu einer etablierten Assetklasse gewandelt. In rekordverdächtiger Zeit ist beispielsweise der Bitcoin-ETF von iShares zum 21. größten ETF weltweit nach Assets under Management geworden – getrieben von der Nachfrage aus dem institutionellen Bereich.

Der Bitcoin ist mittlerweile in der Top10 der Assets mit der höchsten Marktkapitalisierung. Eine aktuelle Umfrage von WisdomTree unter rund 800 professionellen Investoren in Europa zeigt auf, dass Bitcoin von diesen für eine strategische Absicherung genutzt wird. 21 Prozent der befragten deutschen Investoren gaben an, in Kryptowährungen zu investieren, 45 Prozent wollen demnach ihre Allokation in Bitcoin im kommenden Jahr erhöhen. Es ist also höchste Zeit, Bitcoin und Co. für ein ausgewogenes Portfolio eines Mischfonds zu berücksichtigen und sie wie jede andere Assetklasse zu behandeln. Ein Schritt, den wir bei ARTS bereits vor nahezu zwei Jahren gegangen sind. Und das Resümee ist durchaus positiv.

Kryptowährungen haben hohes Rendite‑, aber auch hohes Verlustpotenzial

Der Bitcoin hat über die vergangenen 5 Jahren eine enorme Renditeentwicklung aufgewiesen: Seine durchschnittliche annualisierte Gesamtrendite (CAGR) lag in diesem Zeitraum bei 45 % p.a., ein historisch hoher Wert, den andere Anlageklassen über so einen langen Zeitraum bei weitem nicht erreichen. Das macht ihn als Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio zu einem Renditebooster.

Demgegenüber steht eine höhere Volatilität der Kryptowährungen, die gerade für institutionelle Investoren eine Herausforderung darstellt. Zwar hat sich die Volatilität des Bitcoin insgesamt verringert: Die annualisierte 90-Tage-Volatilität des Bitcoin betrug im März 2021 95 %, im März 2025 belief sich diese nur noch auf 52 %. Jedoch gibt es weiterhin neben Phasen mit einer starken Aufwärtsbewegung auch Phasen, wo die Cyberdevisen stark an Wert einbüßen. In so einer Marktcrash-Phase befinden wir uns aktuell: Seit Anfang Oktober setzte beim Bitcoin eine starke Abwärtsentwicklung ein, Mitte November fiel er unter die wichtige Marke von 100.000 USD. Ein Grund hierfür könnte die Zinsentwicklung in den USA sein: Die Federal Reserve hat signalisiert, dass sie dieses Jahr keine Zinssenkung mehr vornehmen wird.

Mittel- und langfristig gesehen haben Kryptowährungen jedoch ein hohes Aufwärtspotenzial, das durch die fortschreitende Krypto-Regulierung, die institutionelle Adoption und technische Reifung gestützt wird.

Um das hohe Aufwärtspotenzial von Kryptowährungen zu nutzen und Verlustrisiken konsequent zu begrenzen, eignet sich ein aktiver Asset Management-Ansatz. Die Momentum-Anlagestrategie, ein quantitativer Investmentansatz auf Basis der Momentum-Theorie, bietet die Möglichkeit, automatisiert in Kryptowährungen einzusteigen, sobald sich ein positiver Trend etabliert hat, und wieder auszusteigen, wenn dieser Trend sich abschwächt. Stop-Loss-Orders bieten zusätzlich Absicherung, indem sie aus einem Asset aussteigen, sobald ein vorher definierter Wert unterschritten wird.

Kryptowährungen im UCITS-Fonds: Absicherung ist Pflicht

Neben Direktinvestments in Kryptowährungen über eine Wallet besteht für Anleger in Europa die Möglichkeit, in Bitcoin & Co über Exchange Traded Products (ETPs) zu investieren. Diese börsengehandelten Fonds bilden die Wertentwicklung von Kryptowährungen ab und sind oft physisch mit Kryptowährungen hinterlegt.

Krypto-ETPs in aktiv gemanagten UCITS-Fonds eignen sich als Baustein für die Renditesteigerung des Gesamtportfolios. ARTS hat diese Chance frühzeitig erkannt und bereits 2023 als einer der ersten Fondsgesellschaften ETPs auf Kryptowährungen, nämlich Bitcoin und Ethereum, als weitere Anlageklasse neben Aktien, Anleihen und Cash in einen seiner Mischfonds – dem C‑QUADRAT ARTS Total Return Flexible (ISIN: DE000A0YJMN7) – aufgenommen. Dieser Move hat sich als richtige Entscheidung erwiesen: Trotz des relativ geringen Anteils von maximal 5 % an Kryptoassets im Portfolio lag der Anteil an der Gesamtperformance des Fonds in 2024 bei über 14 %. Seit November 2023, dem erstmaligen Aufnahmedatum von Kryptos im Fonds, betrug der Performanceanteil sogar an die 20 %. Aufgrund dieser positiven Dynamik hat ARTS sein Krypto-Engagement ausgeweitet: Die maximale Quote von Kryptos wurde im C‑QUADRAT ARTS Total Return Flexible von 5 auf 10 % ausgebaut. Außerdem wurden in einem weiteren Mischfonds, dem C‑QUADRAT ARTS Best Momentum (ISIN: AT0000A228W3), Kryptowährungen mit einer maximalen Quote von 5 % integriert. Auch die Anzahl an möglichen Kryptowährungen wurde erweitert: Neben Bitcoin und Ethereum kann der C‑QUADRAT ARTS Total Return Flexible in Kryptoassets aus den Top-30 nach Marktkapitalisierung wie Ripple, Solana, Cardano und Polkadot investieren. Der flexible Investmentansatz soll dazu führen, dass rechtzeitig der Exit vollzogen wird, wenn Kryptowährungen sich negativ entwickeln. Insgesamt wurde bisher 6x der Exit und Wiedereinstieg vollzogen und so das Downsiderisiko deutlich reduziert.

Ein systematischer und regelbasierter Investmentansatz wie das Trendfolgemodell erlaubt es auch institutionellen Investoren, vom Potenzial von Kryptowährungen gezielt dann zu profitieren, wenn der Kryptomarkt sich in einer stabilen Aufwärtsphase befindet. Dreht der Kryptomarkt ins Negative, wird die Krypto-Quote auf 0% heruntergefahren. Somit können langfristig Gewinne mitgenommen und Verluste begrenzt werden.

Gastautor: Leo Willert, Gründer und Head of Trading bei ARTS Asset Management

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