Klimavest geht mit Agri-Photovoltaik ans Netz

Als erster großer Investmentfonds für Privatanleger ist der Klimavest der Commerz Real mit Agri-Photovoltaik, kurz Agri-PV, ans Stromnetz gegangen. Wie der Assetmanager der Commerzbank Gruppe mitteilte, wurde hierzu ein Solarpark in der Gemeinde Schönefeld, Ortsteil Selchow in Brandenburg, unmittelbar am Flughafen BER in Betrieb genommen.
8. September 2026
Solarmodule mit Blick auf den Flughafen - Foto: Goldbeck Solar

Als erster großer Investmentfonds für Privatanleger ist der Klimavest der Commerz Real mit Agri-Photovoltaik, kurz Agri-PV, ans Stromnetz gegangen. Wie der Assetmanager der Commerzbank Gruppe mitteilte, wurde hierzu ein Solarpark in der Gemeinde Schönefeld, Ortsteil Selchow in Brandenburg, unmittelbar am Flughafen BER in Betrieb genommen.

„Damit haben wir in Deutschland eine Vorreiterrolle und bringen großflächige Agri-Photovoltaik an den Kapitalmarkt“, erläutert Timo Werner, Fondsmanager des Klimavest. „So diversifizieren wir unser Portfolio und sichern unseren Anlegern die Chance auf attraktive Renditen, zusammen mit einem konkreten Beitrag zum Klimaschutz.“

Das Konzept der Agri-PV bezeichnet die doppelte Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen im Zusammenspiel mit Photovoltaikanlagen: Auf Ständern befestigte Solarmodule fangen das Sonnenlicht ein und folgen dem Sonnenstand, dazwischen wachsen Getreide, Obst oder Gemüse. In Selchow erzeugen rund 74.000 Solarmodule mit einer installierten Leistung von etwa 48 Megawattpeak (MWp) nunmehr auf rund 76 Hektar Solarstrom, während die Fläche landwirtschaftlich vom Biolandgut Geelhaar genutzt wird. Die Stromproduktion soll jährlich rund 59 Gigawattstunden (GWh) betragen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresbedarf von rund 16.500 deutschen Haushalten. Projektentwickler ist Elysium Solar, der Spatenstich erfolgte im September 2025. Das Unternehmen Goldbeck Solar errichtete die Anlage als Generalunternehmer und übernimmt die technische Betriebsführung sowie Wartung des Parks. Eigentümerin der Fläche und Initiatorin des Projektes ist die Landesgesellschaft Berliner Stadtgüter.

Zum 30. Juni 2026 verfügte der Klimavest über ein Nettofondsvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro und ein Portfolio aus 43 Investments in sechs europäischen Ländern. Der Fonds verfolgt ein defensives Investitionsprofil mit einer Zielrendite von 3 bis 4 Prozent p.a. und ist seit mehr als fünf Jahren am Markt.

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