HighlightMärkteInvestitionen für ein goldenes Zeitalter

Die zu erwartenden Investitionsprogramme könnten eine Phase des lang andauernden Wachstums einleiten, heißt es beim US-Investmenthaus ClearBridge Investments. Insbesondere Infrastrukturmaßnahmen machen sich bezahlt und führen zu Wachstum, Jobs und Wohlstand. Die Profiteure von morgen sind nach Ansicht von ClearBridge heute oftmals noch unentdeckt.
20. November 2020
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Die zu erwartenden Investitionsprogramme könnten eine Phase des lang andauernden Wachstums einleiten, heißt es beim US-Investmenthaus ClearBridge Investments. Insbesondere Infrastrukturmaßnahmen machen sich bezahlt und führen zu Wachstum, Jobs und Wohlstand. Die Profiteure von morgen sind nach Ansicht von ClearBridge heute oftmals noch unentdeckt.

Für die Experten des Investmenthauses ClearBridge ist die digitale Revolution, die immer mehr Branchen umfasst, der Startschuss für einen starken wirtschaftlichen und sozialen Wandel. „Bislang haben nur wenige Unternehmen von der Digitalisierung profitiert, doch der Aufschwung steht auf einem immer breiteren Fundament und zieht weitreichende Vorteile nach sich“, so die Experten von ClearBridge. Startschuss für den Aufschwung könnten die erforderlichen Investitionen in digitale Infrastruktur sein. Die Marktkenner verweisen auf Zahlen des Economic Policy Institute, wonach jede Infrastruktur-Investition im Umfang von 100 Milliarden US-Dollar eine Million neue Jobs schafft. Laut dem US-Wirtschaftsforum Business Roundtable führt zudem jeder auf diese Weise investierte Dollar in den folgenden zwanzig Jahren zu einem zusätzlichen Wachstum von 3,70 US-Dollar. „Dass sich Investitionen in Infrastruktur auszahlen, zeigen beispielsweise Zahlen aus China: Dort haben die Covid-getriebenen Infrastrukturausgaben die Industrieproduktion im August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um 5,6 Prozent ansteigen lassen“, so ClearBridge.

Das Investmenthaus rechnet damit, dass die Schritte von Regierungen und Notenbanken gegen die Krise die wirkungsvollsten Maßnahmen seit dem Zweiten Weltkrieg sein und sowohl Stagnation als auch Ungleichheit aktiv bekämpfen werden. Neben den Pandemie-Aktivitäten für kleine Unternehmen sollen auch Mittel in das Gesundheitswesen und in nachhaltige Infrastruktur fließen – beides ist nach Ansicht der Experten besonders dringend. So verweist ClearBridge darauf, dass beispielsweise das Elektrizitätsnetz im US-Bundesstaat Kalifornien in einem schlechten Zustand ist: „Im Musterland der Digitalisierung kann man sich zwar taggleich Hundefutter bestellen, doch muss man unter Umständen das Licht ausschalten, wenn die Klimaanlage läuft“, so die Analysten.

Profiteure der erforderlichen Investitionen könnten daher unter anderem Unternehmen aus dem Energiesektor sein. „Wenn elektrische Geräte nicht mehr ausschließlich zur Unterhaltung, sondern für geschäftliche Zwecke genutzt werden, steigt der Bedarf an Energie. Das betrifft Produktion, Speicherung und Verteilung“, so ClearBridge und verweist auf die dementsprechend zu erwartende stark steigende Nachfrage nach Industriemetallen bis 2030.

Die Experten betonen, dass fortschrittliche Entwicklungen in der Regel zunächst nur wenige Bereiche betreffen und sich schließlich in der Breite durchsetzen. Diese letzte Phase könne viele Jahrzehnte dauern. Die Marktkenner ziehen Parallelen zur Erfindung der Glühbirne im Jahre 1879 und der darauffolgenden Elektrifizierung, die erst nach rund sechzig Jahren vollständig abgeschlossen war. Die Erkenntnis, dass die Digitalisierung eine ähnliche Entwicklung nehmen könnte, birgt nach Ansicht von ClearBridge viele Chancen abseits von Unternehmen, die man heute als Technologieführer kennt. „Viele Profiteure von morgen werden heute noch übersehen und sind unterbewertet“, so ClearBridge. „Diese Chancen können Investoren in den kommenden Jahren nutzen.“ (ah)

Foto: © Surapol Usanakul — stock.adobe.com

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