| Nach zwei spürbaren Rückgängen in Folge stabilisiert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai leicht um 0,4 auf 84,9 angestiegen. Im März und April hatte die geopolitische Unsicherheit rund um den Irankonflikt die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch merklich belastet. Mittlerweile haben die Geschäftserwartungen, die in den Vormonaten den Rückgang maßgeblich verursacht hatten, ihren Abwärtstrend gestoppt.
Klar ist: Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten bleibt ein Belastungsfaktor. Das Wachstum im zweiten Quartal dürfte geringer ausfallen als noch zum Jahresstart erwartet. Eine Rezession zeichnet sich jedoch nicht ab. Denn die Belastung für die Wirtschaft bewegt sich bislang in einem erträglichen Rahmen. Die Benzinpreise sind zuletzt wieder etwas gesunken, auch Lieferschwierigkeiten auf breiter Front oder eine Kerosinknappheit sind ausgeblieben. Es zeigt sich, dass die Wirtschaft durch Anpassungen bei Lieferketten und Verbrauch mit der Situation besser umgehen kann, als viele befürchtet hatten. Stabilisierend wirken auch die Investitionsprogramme in Deutschland. Zwar finden die Infrastruktur- und Rüstungsausgaben erst langsam den Weg in die Wirtschaft, doch sie sind weitgehend unabhängig von dem Irankonflikt und dienen so als Anker in unruhigen Zeiten. Das Umfeld bleibt herausfordernd – doch die Voraussetzungen für eine Bodenbildung beim Geschäftsklima sind gegeben. Kommentar von Michael Herzum, Union Investment |
Ifo-Index: Stimmung stabilisiert sich
Nach zwei spürbaren Rückgängen in Folge stabilisiert sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai leicht um 0,4 auf 84,9 angestiegen. Im März und April hatte die geopolitische Unsicherheit rund um den Irankonflikt die Stimmung in den deutschen Unternehmen noch merklich belastet. Mittlerweile haben die Geschäftserwartungen, die in den Vormonaten den Rückgang maßgeblich verursacht hatten, ihren Abwärtstrend gestoppt.
22. Mai 2026

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