Gegenwind in den Schwellenländern bewältigen

Shou-Pin Choo, Portfolio Manager, Asia & EM Equity, UBS Asset Management, kommentiert die aktuelle Lage in den Schwellenländern.
25. Juli 2023
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Shou-Pin Choo, Portfolio Manager, Asia & EM Equity, UBS Asset Management, kommentiert die aktuelle Lage in den Schwellenländern.

„Die Schwellenländer hatten in den letzten zwei Jahren mit einer Menge Gegenwind zu kämpfen, darunter die zunehmenden geopolitischen Spannungen und der starke US-Dollar sowie die chinesische Nullzins-Politik und das sich verändernde regulatorische Umfeld. In diesem Jahr haben zwar einige der Belastungsfaktoren nachgelassen, doch die ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung Chinas und die zunehmende Aufheizung der Beziehungen zwischen China und den USA haben die Aktienmärkte der Schwellenländer stark belastet. Die wachsende Wettbewerbsintensität im chinesischen E‑Commerce-Sektor und der Druck von Seed-Investoren, die ihre Anteile an ausgewählten großen Technologieunternehmen reduzieren, drückten ebenfalls auf die Stimmung der Anleger.

Da das Umfeld insgesamt schwierig bleibt, überprüfen und hinterfragen wir kontinuierlich unsere langfristigen Annahmen für die Schwellenländer. Wir haben auch unser sektorales Bewertungsformat verbessert, um eine strukturiertere Überprüfung und einen Vergleich der langfristigen Annahmen für die Unternehmen eines Sektors zu gewährleisten. Dadurch sind wir mit unserem langfristigen Ansatz des inneren Wertes in der Lage, in mehreren Bereichen ein erhebliches Aufwärtspotenzial für den fairen Marktpreis zu identifizieren.”

Wichtige Aspekte aus Sicht von UBS-AM:

  • Wir gehen davon aus, dass sich der konsumgetriebene Aufschwung in China in gemäßigtem Tempo fortsetzen wird und erwarten, dass Verbraucher mit höherem Einkommen bereit sind, mehr für qualitativ bessere Produkte und Dienstleistungen zu zahlen. Hier ist der milchverarbeitende Sektor unseres Erachtens gut positioniert und Unternehmen, die minimal verarbeitete, pasteurisierte, niedrig temperierte Milch und Molkereiprodukte herstellen, haben angesichts der geringen Marktdurchdringung eine lange Wachstumsperspektive.
  • Trotz des Gegenwinds, durch den sich verschärfenden Wettbewerb für E‑Commerce-Unternehmen in China, gibt es Anzeichen dafür, dass sie die richtigen Maßnahmen ergreifen, um den Unternehmenswert zu steigern.
  • Bei Hardware für Informationstechnologie denken wir, dass der Branchenzyklus angesichts des Überangebots und der Auftragskürzungen in den nächsten Monaten seinen Tiefpunkt erreichen könnte. Aufgrund unserer Erkenntnisse aus den jüngsten Research-Reisen sind wir der Meinung, dass unsere Anlagethesen weiterhin Bestand haben und haben an weiterem Vertrauen in unsere langfristige Brancheneinschätzung gewonnen.

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