First Private erweitert das Angebot für Privatanleger. Mit der Retail-Anteilsklasse des First Private Systematic Merger Opportunities Fonds (ISIN: DE000A3DM375) macht die Frankfurter Asset-Management-Boutique ihre seit Jahren institutionell genutzte Merger-Arbitrage-Expertise einem breiteren Publikum zugänglich. Ziel ist es, Investoren einen diversifizierenden Baustein anzubieten, dessen Renditechancen sich nicht primär aus der allgemeinen Aktien- oder Zinsmarktbewegung ergeben, sondern aus konkreten Unternehmensübernahmen.
„Merger Arbitrage ist im Kern eine nachvollziehbare Strategie, weil sie an realen Transaktionen hängt: Unternehmen kaufen Unternehmen – und genau daraus entsteht die Ertragsquelle“, erklärt Dr. Sebastian Wenz, Senior Portfolio Manager und Fondsmanager des First Private Systematic Merger Opportunities bei First Private. „Mit der Retail-Tranche öffnen wir Privatanlegern den Zugang zu einem Investmentprozess, der institutionell erprobt ist und konsequent auf eine strukturierte, datengetriebene und KI-gestützte Deal-Selektion und Risikomanagement setzt.“
Verständliche Ertragsquelle: der Merger-Arbitrage-Spread
Merger Arbitrage ist eine der am leichtesten zu verstehenden alternativen Investmentstrategien. Konkret geht es darum, Ineffizienzen in den Kursen der an einer Übernahme beteiligten Unternehmen auszunutzen. Die Strategie nutzt ein typisches Marktphänomen, das nach einer Übernahmeankündigung auftritt: Die Aktie des Übernahmeziels notiert häufig unter dem angebotenen Kaufpreis. Dieser Abstand, auch Merger-Spread genannt, reflektiert vor allem zwei Faktoren: das Risiko, dass der Deal scheitert, sowie die Zeit bis zum möglichen Abschluss. Merger-Arbitrage-Investoren stellen in dieser Phase Liquidität bereit, indem sie die Zielaktie kaufen und je nach Deal-Struktur Marktrisiken absichern. Gelingt der Abschluss, kann der Spread vereinnahmt werden. Die meisten Übernahmen sind nach drei bis sechs Monaten finalisiert, so dass die gering erscheinende Prämie annualisiert einen attraktiven Return bietet.
Asymmetrisches Profil erfordert selektives Risikomanagement
Das Renditeprofil dieser Strategie ist asymmetrisch: Während viele Deals kleine, planbare Beiträge liefern, können die wenigen gescheiterten Transaktionen deutlichere Rückschläge verursachen. Entsprechend liegt der Schwerpunkt darauf, bei der Auswahl der investierten Deals besondere Sorgfalt walten zu lassen. Man versucht nicht jeden Spread mitzunehmen, sondern die problematischen Transaktionen zu vermeiden. Hierfür ist die Analyse regulatorischer Hürden, fragiler Finanzierung oder politischer Einflussfaktoren entscheidend.
„Der entscheidende Hebel ist die Qualität der Deal-Auswahl“, so Wenz. „Unser Prozess ist darauf ausgerichtet, Risiken systematisch zu identifizieren und Transaktionen zu meiden, bei denen das Verhältnis von erwarteter Prämie und potenziellem Verlust nicht stimmt.“
Systematischer Prozess, Datenbasis und Machine Learning
Bei der Umsetzung seiner Strategie setzt First Private auf einen systematischen Investmentprozess, der auf einer proprietären Historie von M&A‑Transaktionen aufbaut. Ergänzend kommen Machine-Learning-Modelle zum Einsatz, um Wahrscheinlichkeiten für das Closing von Deals, das Timing und die Spread-Entwicklung faktenbasiert zu bewerten und die Portfolioentscheidungen zu unterstützen. In internen, langfristig angelegten Auswertungen hat sich die systematische Selektion als robust erwiesen. In der Deal-Auswahl hat die First-Private-Strategie über mehrere Jahre hinweg eine überdurchschnittliche Trefferquote. So lag der Anteil gescheiterter Transaktionen im Jahr 2025 bei lediglich 1,0 Prozent, verglichen mit durchschnittlich 7,9 Prozent im übrigen Anlageuniversum. Das Besondere bei dem Ansatz von First Private ist, dass er global in Unternehmensübernahmen aus entwickelten Märkten investiert. Die USA, als größter Markt für Unternehmensübernahmen, sind in der Regel bei etwa 50 Prozent gewichtet. Der Großteil der Merger-Arbitrage-Manager spezialisiert sich hingegen auf einen einzelnen Markt oder eine einzelne Region.
Institutionelle Verankerung unterstreicht Reife der Strategie
Dass die Merger-Arbitrage-Expertise von First Private auch international Aufmerksamkeit erfährt, zeigte sich bereits im Jahr 2025, als das Unternehmen den Zuschlag für ein institutionelles Mandat eines der weltweit größten Staatsfonds erhielt. Die Merger-Arbitrage-Strategie wurde dort in einer Konstruktion umgesetzt, die Alpha aus Unternehmensereignissen mit einer Indexexponierung kombiniert – unter klar definierten Risikoleitplanken.




