HighlightMärkteEM-Unternehmensanleihen — Ausweg aus dem Zinstal

Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets eröffnen einen Ausweg aus dem Negativzins-Dilemma, ohne dass Investoren dabei Abstriche bei der Anleihen-Qualität oder Liquidität im Vergleich zu Unternehmensanleihen aus den entwickelten Ländern machen müssten. Diese Meinung vertreten Denise Simon und Arif Joshi vom Lazard Emerging Debt-Team. „Die Assetklasse bietet eine Kombination aus attraktiver Rendite und geringem Risiko einer Ratingabstufung“, schreiben die Experten in einer aktuellen Analyse. 
24. März 2021
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Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets eröffnen einen Ausweg aus dem Negativzins-Dilemma, ohne dass Investoren dabei Abstriche bei der Anleihen-Qualität oder Liquidität im Vergleich zu Unternehmensanleihen aus den entwickelten Ländern machen müssten. Diese Meinung vertreten Denise Simon und Arif Joshi vom Lazard Emerging Debt-Team. „Die Assetklasse bietet eine Kombination aus attraktiver Rendite und geringem Risiko einer Ratingabstufung“, schreiben die Experten in einer aktuellen Analyse. 

Deutlicher Spread-Vorteil
Investment Grade-Unternehmensanleihen böten derzeit einen Spread-Aufschlag von etwa 60 Basispunkten gegenüber US-Unternehmensanleihen, während der Spread bei hochverzinslichen Anleihen mit etwa 150 Basispunkten noch größer sei. „Wichtig ist jedoch, dass die höheren Spreads in den Schwellenländern keine Kompensation für ein höheres Kreditrisiko darstellen“, betont Denise Simon. „Im Vergleich weisen Unternehmen aus Schwellenländern tendenziell einen geringeren Verschuldungsgrad in der Bilanz auf als ihre Pendants in den Industrieländern.“ Zwar hätten Unternehmen in beiden Regionen in den letzten Jahren Rekordbeträge an Fremdkapital aufgenommen, aber Unternehmen in den Schwellenländern hätten die Erlöse zur Refinanzierung zu attraktiven Zinssätzen genutzt, während Unternehmen in den Industrieländern das Fremdkapital für Aktien-freundliche Maßnahmen wie Dividendenzahlungen und Fusionen und Übernahmen aufgenommen hätten. „Historisch gesehen bietet die geringere Verschuldungslast in den Schwellenländern ein gesundes Polster, um wirtschaftliche Schocks zu überstehen“, erklärt Denise Simon. „Infolgedessen waren sowohl die Ausfall- als auch die Erholungsraten für Yield High-Emittenten aus den Schwellenländern auf dem gleichen Niveau wie in den entwickelten Märkten oder sogar besser.“

Wachsendes Anlageuniversum
Die Anlageklasse der Schwellenländer-Unternehmensanleihen ist im letzten Jahrzehnt rasant gewachsen und gereift. Unternehmen, die früher auf Bankkredite angewiesen waren, hätten jetzt Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Derzeit sind nach Angaben von Lazard über 700 Emittenten aus mehr als 50 verschiedenen Ländern aktiv. Die Marktkapitalisierung beträgt insgesamt 2,5 Billionen US-Dollar und ist mehr als doppelt so groß wie vor zehn Jahren. Die Anlageklasse umfasst sowohl Investment Grade- als auch High Yield-Unternehmen und hat ein durchschnittliches Rating von BBB. „Durch ihre Größe und Vielfalt kann ein Portfolio auf die individuellen Bedürfnisse eines Anlegers wie beispielsweise eines Versicherers zugeschnitten werden“, erläutern die Experten. Ein professionelles Management sei dabei essenziell, um die richtigen Zielinvestments auszuwählen und Zahlungsausfälle zu vermeiden. (ah)

Foto: © Noppasinw- stock.adobe.com

 

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