MärkteEinfach ist anders

21. Dezember 2020
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Die Suche nach Zinserträgen treibt Investoren auch im kommenden Jahr um. Das ist kein Neuland, sondern mehr oder weniger schon seit mehreren Jahren gelebte Praxis. Diejenigen, die ein wenig Rendite generieren wollen, müssen zwangsläufig etwas mehr ins Risiko gehen und über den Tellerrand schauen.

2020 ist anders. Corona hat die Welt verändert und hat uns jetzt noch fest im Griff. Investoren, die mit Zinspapieren eine positive Rendite erwirtschaften möchten, sehen sich gleichwohl mit nahezu unveränderten Gegebenheiten konfrontiert. Viele sichere Staatsanleihen in der Euro-Zone, etwa zehnjährige deutsche Bundesanleihen, dürften noch auf absehbare Zeit negative Renditen abwerfen. Institutionelle Investoren, die zumindest den Vermögenserhalt anstreben, müssen den Blick weiten. Sonst stagnieren oder schrumpfen ihre Vermögenswerte.

Um der allgemeinen, sehr herausfordernden Situation Herr zu werden, erwägt beispielsweise der Bund eine höhere Schuldenaufnahme an den Finanzmärkten als bisher vorgesehen. Im letzten Quartal 2020 sollen Bundesanleihen in einem Volumen von etwas mehr als 50 Mrd. Euro platziert werden. Zur Verdeutlichung: Die 10-jährige Bundesanleihe wirft zum Stichtag Ende Oktober 2020 eine Negativrendite von — 0,5 % ab. Die Sicherheit hat sozusagen einen hohen Preis. Sie mindert Ihr Vermögen.

Umso mehr Renteninvestoren unter dem anhaltenden Zinstief leiden, umso „kreativer“ sollten sie agieren. Denn ein globales Bond-Portfolio mit einem langfristigen Anlagehorizont kann sich nach Expertenansicht immer noch lohnen. Das hänge allerdings maßgeblich davon ab, wie offen Investoren für Hochzins-Bonds und Rentenpapiere aus Schwellenländern wären, so die Meinung aus dem Hause Degroof Petercam.

Am Markt für Hochzinsanleihen (High Yield) sind die Spreads derzeit höher als zu Jahresbeginn. Darin spiegelt sich die Erwartung vermehrter Zahlungsausfälle wider, wenngleich nicht in so gravierendem Umfang, wie das zum Ausbruch der Corona-Krise der Fall war. Beachtet werden sollte jedoch, dass die Hochzinsmärkte sensibel auf die Konjunkturentwicklung reagieren. Insofern die zentrale Frage, wie hoch die Kompensation für Hochzinsanleger im Zuge des eingegangenen Ausfallrisikos ist.

Natürlich müssen Anleihen-Engagements im Kontext der globalen wirtschaftlichen Entwicklung gesehen werden. Viele Szenarien gehen aktuell weiter davon aus, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt, auch wenn mit gedrosselter Geschwindigkeit und dies bei extrem lockerer Geldpolitik der führenden Volkswirtschaften und Notenbanken. Im Folgenden liefern wir Ihnen interessante Einblicke in das Universum der Anleihen-Investments.

Foto: © pikachu — stock.adobe.com

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