Strategien & ProdukteHighlightDollar-Schwäche macht Schwellenländer-Anlagen und Rohstoffe attraktiv

Hartwährungsanleihen und Rohstoffe aus Schwellenländern werden immer attraktiver, da der US-Dollar weiter nachgibt. Der US-Dollar befindet sich derzeit auf einem Zweijahrestief von 0,85 gegenüber dem Euro, was sowohl auf Gründe für die Euro-Stärke als auch die Dollar-Schwäche zurückzuführen ist.
25. September 2020
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Hartwährungsanleihen und Rohstoffe aus Schwellenländern werden immer attraktiver, da der US-Dollar weiter nachgibt. Der US-Dollar befindet sich derzeit auf einem Zweijahrestief von 0,85 gegenüber dem Euro, was sowohl auf Gründe für die Euro-Stärke als auch die Dollar-Schwäche zurückzuführen ist.

Auf der Euro-Seite gibt es bei den politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ein hohes Maß an Koordination. Die europäischen Entscheidungsträger haben beispiellose und umfassende Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass die Investoren ihr Vertrauen in die Region nicht verlieren – trotz der durch das Corona-Virus verursachten Widrigkeiten. Sowohl auf fiskalischer als
auch geldpolitischer Seite haben die politischen Entscheidungsträger auf Länder- und europäischer Ebene in einem beispiellosen Tempo enorme Konjunkturpakete geschnürt und umgesetzt. Dies steht in deutlichem Kontrast zur Reaktion der Region auf die Krise der Eurozone im Jahr 2011. Damals waren die politischen Entscheidungsträger nicht in der Lage, eine rasche Einigung über den Umgang mit der Krise zu erzielen. Dies führte zu einer drastischen Verschärfung der Situation, die in einer Vertrauenskrise um die Nachhaltigkeit des Eurozonen Projekts mündete. Diesmal dauerten die Verhandlungen trotz eines sehr herausfordernden Umfelds nur wenige Tage. Man kann daher argumentieren, dass die Geschwindigkeit der politischen Reaktionen die schnellste ist, die es je gegeben hat. Dadurch wächst das Vertrauen der Investoren, in der Region zu investieren, was zu einem stärkeren Euro führt.

Auf der Dollar-Seite hat die US-Notenbank ihre Bilanz in einem enormen Tempo ausgeweitet und das Geldmengenwachstum (Bargeld und Sichtguthaben von Nichtbanken bei Kreditinstituten) war sehr hoch, was effektiv zu einem enormen US-Dollar-Angebot geführt hat. Unter den gleichen Bedingungen bedeutet mehr Angebot niedrigere Preise. Darüber hinaus werden in Krisenzeiten der US-Dollar und die US-Staatsanleihen als sichere Häfen angesehen. Doch als sich die Märkte und die Risikoeinschätzungen von den Tiefstständen im März zu erholen begannen, verblasste der Wunsch, Investitionen in Safe-Hafen-Anlagen beizubehalten. Folglich steht der Dollar weiterhin unter Druck. Für Investoren unterscheidet sich die Zusammenstellung des Portfolios deutlich, je nachdem, ob sie glauben, dass der Dollar stärker oder schwächer wird. Nach zwei Jahren der Dollar-Stärke mussten auch wir bei NN IP umdenken, welche Art von Portfolio wir in den kommenden Monaten verwalten möchten.

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