Die USA sind nach wie vor zu 50 % von Kupferimporten abhängig”

Der US-Zoll auf Kupfer in Höhe von 50 Prozent ist erheblich und übersteigt in diesem Ausmaß weitgehend alle Erwartungen. Das Research Team des US-amerikanischen ETF Anbieters Global X schätzt die Auswirkungen wie folgt ein:
9. Juli 2025
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Der US-Zoll auf Kupfer in Höhe von 50 Prozent ist erheblich und übersteigt in diesem Ausmaß weitgehend alle Erwartungen. Das Research Team des US-amerikanischen ETF Anbieters Global X schätzt die Auswirkungen wie folgt ein:

„Die strukturell angespannte Angebots-Nachfrage-Dynamik wird wahrscheinlich anhalten, was zu dauerhaft hohen Kupferpreisen und regionalen Verwerfungen führen könnte – und nicht zu einem globalen Überschuss außerhalb den  USA.  Die USA sind nach wie vor zu 50 Prozent von Kupferimporten abhängig, und die Umstellung auf eine stärkere Inlandsverwendung wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Es gibt wenig Klarheit über Ausnahmen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es keine geben wird. Investoren und Analysten sollten über den Sitz des Unternehmens hinausschauen und sich darauf konzentrieren, wo Kupfer tatsächlich produziert und verkauft wird, um zu verstehen, wer von diesen Entwicklungen auf der Aktien-Ebene potenziell profitieren oder verlieren wird.

Die in den USA ansässigen Kupferproduzenten sind eindeutig die unmittelbaren Nutznießer. Sie könnten von den höheren Inlandspreisen und dem geringeren Wettbewerb durch ausländische Anbieter profitieren, was sich positiv auf ihre Gewinne und Marktanteile auswirken dürfte. Die US-Hütten sind gut positioniert, um sich möglicherweise lukrative Verträge zu sichern, wenn die lokale Nachfrage ansteigt.

Im Gegensatz dazu müssen kanadische, australische und chilenische Bergbauunternehmen damit rechnen, möglicherweise den Zugang zum lukrativen US-Markt zu verlieren oder die Zölle zumindest teilweise durch niedrigere Gewinnspannen ausgleichen zu müssen, was ihre Einnahmen und Erträge gefährden könnte. Die globale Natur von Kupferangebot und ‑nachfrage bedeutet jedoch, dass jegliches Kupfer, das aus den USA verdrängt wird, schnell von Defizitregionen wie China und Europa aufgenommen wird, wo die Lagerbestände bereits erschöpft sind, was die negativen Auswirkungen für geografisch diversifizierte Bergbauunternehmen begrenzt.“

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