Die Gesundheit des Planeten Erde und die des Menschen sind untrennbar miteinander verbunden. Das Konzept der Planetary Health ist ein wissenschaftlicher, interdisziplinärer Ansatz, der darauf abzielt, das Ausmaß des komplexen Zusammenhangs zwischen planetarer und menschlicher Gesundheit zu erfassen und Lösungsansätze zu entwickeln. Als Investmentansatz zielt Planetary Health darauf ab, Unternehmen zu identifizieren, die möglichst ressourcenschonende Beschaffungs- und Produktionsprozesse aufweisen und damit die Einhaltung der planetaren Grenzen ermöglichen.
Verbunden mit einer Selektion nach wirtschaftlichen Kriterien kann dadurch sowohl nachhaltiger Impact als auch finanzielle Rendite erreicht werden. Gerade im Privatmarkt gibt es eine Vielzahl innovativer Unternehmen, die neben einer hohen Nachhaltigkeitsorientierung überdurchschnittliche Renditen bieten. Unternehmen, die sich zudem heute für die notwendige Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise aufstellen, unterliegen einem geringerem Risiko, durch Umweltschocks finanzielle Einbußen zu erleiden und verringern dadurch perspektivisch die Volatilität im Portfolio.
Planetary Health als Konzept und Aufruf zum Handeln wurde zuerst im medizinischen Fachjournal The Lancet im Jahr 2014 formuliert und mündete im darauffolgenden Jahr in die Gründung der Commission on Planetary Health durch Lancet und die Rockefeller-Stiftung. Daraus hat sich die Planetary Health Alliance entwickelt, ein globales Konsortium, dem heute rund 500 Universitäten, NGOs, Forschungseinrichtungen und Regierungsorganisationen angehören.
Global Risks Report des WEF: Ökologische Risiken zunehmend in Top 10
Bereits im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sind die Auswirkungen des menschlichen Wirkens auf die Umwelt enorm gewesen: Laut Planetary Health Alliance ist die globale Bevölkerung seit 1950 bis heute um nahezu 225 % gewachsen, während der Verbrauch fossiler Energien im gleichen Zeitraum um rund 600 % angestiegen ist. Die Wälder sind dagegen weltweit in diesem Zeitfenster um ein Drittel geschrumpft. Während im Jahr 1973 ein ganzes Jahr ausreichte, um den weltweiten durchschnittlichen Bedarf der Menschen an den Ressourcen der Erde – gemessen am CO2-Fußabdruck – zu decken, sind die natürlichen Ressourcen heutzutage schon im Juli aufgebraucht. Im Jahr 2025 wurde der globale Erdüberlastungstag am 24. Juli erreicht. Die begrenzte Tragbarkeit der natürlichen Systeme des Planeten wird durch den Klimawandel noch weiter überstrapaziert. Beispielsweise wird die Luftverschmutzung durch die Aufheizung des Klimas zusätzlich erhöht: neben Luftpartikeln wird bodennahes Ozon gebildet, was zu einer längeren Pollensaison und damit zu einer höheren Allergieanfälligkeit führt. Einige Studien gehen davon aus, dass es durch die verstärkte Luftverschmutzung und die damit einhergehenden Krankheiten jährlich 8 Mio. menschliche Todesopfer geben könnte, mit geographischem Schwerpunkt in den Ländern des Globalen Südens.
Die an Intensität zunehmende Umweltkrise und ihre negativen Folgen für die menschliche Gesundheit bergen auch steigende Risiken für die Weltwirtschaft. Denn eine intakte Umwelt und eine gesunde Bevölkerung sind die Basis für eine funktionierende Volkswirtschaft und Gesellschaft. Der Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums ermittelt jedes Jahr die größten Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit für die globale Wirtschaft. Während im Jahr 2010 noch sechs der Top 10 wirtschaftliche Risiken waren, überwiegen 2025 ökologische und soziale Risiken.
Ein Investmentansatz, der sich am Konzept der Planetary Health orientiert, geht weit über das Investieren in die Energiewende und die Reduktion von Klimagasen hinaus. Vielmehr geht es um die Identifizierung von Unternehmen über sämtliche Branchen hinweg, die zu einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft beitragen. Darüber hinaus zeichnen sich Unternehmen, die mit dem Planetary Health-Ansatz vereinbar sind, durch eine hohe Ressourceneffizienz, sichere und effiziente Beschaffungs- und Produktionsprozesse, den angemessenen Einsatz von Technologie oder die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen für unterprivilegierte Gesellschaftsgruppen aus. Im Bereich Ernährung könnte dies ein Unternehmen sein, das pflanzliche Fleischersatz-Produkte ohne Zusatzstoffe herstellt und im Produktionsprozess erneuerbare Energien und nach Möglichkeit Ressourcen aus dem Upcycling anderer Lebensmittelwertschöpfungsketten einsetzt. In der Luftverkehrsbranche, wo die Dekarbonisierung am schwierigsten umzusetzen ist, wären Unternehmen für die Aufnahme ins Anlageuniversum prädestiniert, die möglichst emissionsfreie Antriebswerke für Flugzeuge entwickeln. Diese Art von Unternehmen weist nicht nur einen positiven Impact auf, sondern kann auch ein hohes Renditepotenzial bieten. Voraussetzung hierfür ist eine sorgfältige Selektion derjenigen Unternehmen, die aufgrund ihres vorausschauenden Handelns im Hinblick auf die notwendige nachhaltige Transformation zu den wirtschaftlichen Profiteuren der Gegenwart und Zukunft gehören. Darüber hinaus bieten diese nachhaltig aufgestellten Unternehmen zukünftig auch mehr Stabilität, da in deren Geschäftsstrategie mögliche wirtschaftliche Schocks durch die Umweltkrise bereits einkalkuliert und Ansätze zur Risikominimierung integriert sind.
Wachstumsstarke ESG-Champions tummeln sich vor allem im Privatmarkt und im SME-Segment
Der Planetary Health Fund, ein exklusiv für institutionelle Investoren zugänglicher Fonds, der von GLS Investments und EBG Investment Solutions entwickelt wurde, widmet sich dem Konzept der Planetary Health. Um eine hohe Übereinstimmung mit dem Planetary Health-Konzept zu gewährleisten, findet neben der Kooperation der beiden Investmentgesellschaften eine wissenschaftliche Beratung durch die NGO Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) statt. KLUG ist seit 2020 selbst Mitglied der Planetary Health Alliance. Der Investmentansatz für den Planetary Health Fund beruht auf drei Säulen: Nachhaltigkeit, Privatmarkt und Small und Mid Caps (SMEs). Für die Umsetzung des Ziels der Nachhaltigkeit wurden fünf übergeordnete Anlagethemen mit strukturellem Impact-Potenzial identifiziert: Nachhaltige Mobilität & Transport, Erneuerbare Energie & Energieeffizienz, Nachhaltige Ernährungssysteme, Gesundheit & Menschen und Ressourceneffizienz & Kreislaufwirtschaft. Diese Themen spiegeln die großen umwelt- und gesellschaftsbezogenen Herausforderungen unserer Zeit wider. Unternehmen, die durch ihr Geschäftsmodell zu einem positiven Wandel in einem dieser Themenbereiche beitragen, können in das Anlageuniversum aufgenommen werden. Bei der Art der Anlage setzt der Planetary Health Fund zum einen auf den Privatmarkt. Denn erfahrungsgemäß weisen gerade Unternehmen in der frühen Phase vor einem Börsengang die größten Wertsteigerungen auf. Die Fokussierung auf das SME-Segment im Privatmarkt bietet zum anderen den Zugang zu bewährten und meist eigentümergeführten Unternehmen mit einer starken Produktpalette und überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Hier kann eine größere Diversifikation und höhere Stabilität über den Konjunkturzyklus im Vergleich zu Large Caps erreicht werden. Außerdem bieten Small und Mid Caps meist günstigere Einstiege und bessere Renditen. Die Beteiligung an Unternehmen im SME-Segment des Privatmarktes bietet darüber hinaus den Vorteil, dass Asset Owner und Asset Manager angesichts der überschaubaren Anzahl an Investoren stärker mit den Unternehmen vernetzt sind und sich umfassend engagieren können. Insgesamt schöpft der Planetary Health Fund aus einem breit diversifizierten Anlageuniversum aus Zielfonds und Co-Investments. Das Portfolio umfasst Anlagen in Early Growth, Growth und Buyout sowie auch ausgesuchte Equity-Anlagen in Value-Add-Strategien in Verbindung mit Realwerten.
Das Konzept der Planetary Health ist als Investmentansatz eine langfristig orientierte Strategie, die auf Basis von ESG- und Finanzkriterien die Nachhaltigkeitstreiber und Gewinner von morgen in einer zunehmend von Umweltrisiken geprägten Welt selektiert und neben einem hohen Impact auch finanzielle Rendite ermöglicht.
Autor: Kevin Helm, Member of the Board of Directors des Planetary Health Fund bei GLS Investments
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