“Bei uns ist der Name definitiv Programm”

Rück- und Ausblick. Dieses Mal mit Portfolio Manager Alexander Lippert, GS&P Kapitalanlagegesellschaft S.A., mit dem wir auch zum neuen Fonds GS&P Fonds - Quadrum Catalysts sprachen. 
16. Dezember 2025
Alexander Lippert - Foto: Copyright GS&P Kapitalanlagegesellschaft S.A.

Rück- und Ausblick. Dieses Mal mit Portfolio Manager Alexander Lippert, GS&P Kapitalanlagegesellschaft S.A., mit dem wir auch zum neuen Fonds GS&P Fonds — Quadrum Catalysts sprachen. 

INTELLIGENT INVESTORS: 2025 war herausfordernd, gleichwohl ein guter Jahrgang. Wie schauen Sie auf das ablaufende Jahr zurück?

Vor dem Hintergrund der zahlreichen protektionistischen und merkantilistischen Gegenwinde aus den USA war 2025 insgesamt wider Erwarten ein sehr robuster, ja durchaus guter Aktienjahrgang. Zwar wurde die Rendite global anlegender Investoren durch die Schwäche des US-Dollars belastet, gleichzeitig zeigten sich die europäischen und insbesondere die deutschen Aktienmärkte wieder erholt.

Dass die zwischenzeitliche Aufbruchstimmung, insbesondere am deutschen Aktienmarkt, zuletzt wieder nachgelassen hat, ist für uns als europäische Investoren zwar etwas ernüchternd. Nichtsdestotrotz erzielten wir unter dem Strich aber ordentliche zweistellige Wertzuwächse.

II: In der Vergangenheit wurde viel über das Aufholpotenzial Europas diskutiert. Ausgelöst auch durch den Draghi Report. Schlägt nun die Stunde Europas?

Lippert: Die Bewertungen europäischer Aktien liegen im Vergleich zu den USA weiterhin deutlich niedriger – teils nur bei weniger als der Hälfte. Besonders in weniger beachteten Marktbereichen führen bereits kleinere Umschichtungen zu spürbaren Kursbewegungen. Gleichzeitig stehen deutsche und europäische Small und Mid Caps weiterhin unter Druck durch anhaltende Mittelabflüsse.

Gerade in einer möglichen Umkehr dieser Kapitalflüsse sowie vor dem Hintergrund der extremen US-Gewichtung vieler Portfolios mit entsprechend asymmetrischem Enttäuschungspotenzial sehen wir perspektivisch eine der größten Chancen – zumindest in relativer Betrachtung – für den europäischen Aktienmarkt. Hinzu kommt, dass sich das hiesige Zinsniveau inzwischen auf einem neutralen Level stabilisiert hat und Europa zahlreiche zyklisch attraktive Substanzwerte bietet.

Auch viele unserer Positionen handeln mit deutlichen Abschlägen zu ihren historischen Bewertungsniveaus und weisen bei steigender Zuversicht sowie verbesserter Visibilität häufig ein Aufwärtspotenzial von über 50 % auf.

II: Vor wenigen Wochen wurde Ihr GS&P Fonds — Quadrum Catalysts gelauncht. Welche Charakteristika weist der Fonds auf? Gibt es einen USP?

Lippert: Bei uns ist der Name definitiv Programm: QUADRUM steht zum einen für die vier Säulen unseres Investmentansatzes – Qualität, Turnaround, Event und Endspiel – und zum anderen für die vier Köpfe unseres Teams um Christian Krahe, Alexander Lippert, Dirk Sammüller und Thomas Einzmann. Diese Kombination sorgt für Diversifikation über Stile, Strategien und Auszahlungsprofile.

Der gemeinsame Nenner sind die CATALYSTS – konkrete Katalysatoren, die Werte aufdecken, Unternehmensergebnisse treiben oder die Wahrnehmung am Kapitalmarkt nachhaltig verändern. Beispiele hierfür sind Restrukturierungen, strategische Neuausrichtungen, Eigentümer- oder Managementwechsel, Spin-Offs, Übernahmen oder auch bislang unterschätzte positive Aspekte einzelner Unternehmensentwicklungen. Jeder Investment Case basiert auf mindestens einem solchen Treiber.

Mit dem GS&P Fonds – Quadrum Catalysts bieten wir Anlegern einen aktiven, nicht-thematischen und stilübergreifenden Aktienfonds. Qua Nomen katalysatorgetrieben liegt der Fokus auf ereignisgetriebenen Neubewertungschancen, während das Rückschlagsrisiko durch die Einbindung von Spezialsituationen reduziert werden soll.

II: Erneut gab es zweistellige Renditen am Aktienmarkt. Die Luft wird dünner. Mit Blick nach vorne — was raten Sie Anlegern zur Jahreswende?

Lippert: Trotz kurzfristiger Risiken blicken wir vorsichtig optimistisch auf eine konjunkturelle Erholung in Europa. Während unseres Erachtens in einigen Ländern – etwa den USA – und in Sektoren wie Technologie die Bewertungen zunehmend anspruchsvoll sind, sehen wir weiterhin idiosynkratische Chancen. Diese liegen vor allem bei ausgewählten Einzeltiteln, deren Potenzial sich idealerweise unabhängig vom Gesamtmarkt entfalten kann.

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