MärkteHighlightAuf die richtigen Pferde setzen

Die Corona-Pandemie hat einige Sektoren in hellem Licht erstrahlen lassen. Technologie und Gesundheit sind zwei markante Beispiele. INTELLIGENT INVESTORS sprach hierzu und zur Bedeutung europäischer Aktien mit Maximilian-Benedikt Köhn, Fondsmanager bei der DJE Kapital AG und Experte u. a. für den Gesundheitsmarkt.
23. Dezember 2020
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Die Corona-Pandemie hat einige Sektoren in hellem Licht erstrahlen lassen. Technologie und Gesundheit sind zwei markante Beispiele. INTELLIGENT INVESTORS sprach hierzu und zur Bedeutung europäischer Aktien mit Maximilian-Benedikt Köhn, Fondsmanager bei der DJE Kapital AG und Experte u. a. für den Gesundheitsmarkt.

INTELLIGENT INVESTORS: Technologie und Gesundheit sind die dominierenden Branchen in Ihrem Fonds. Damit treffen Sie wohl den Nerv der Zeit?
Maximilian-Benedikt Köhn: Die Sektoren Gesundheit und Technologie machen zusammen knapp 40 % des Fondsportfolios aus und sind damit in der Tat die dominierenden Branchen. Die COVID-19-Pandemie hat die Bedeutung von „Technologie“ und „Gesundheit“ noch stärker erkennen lassen und damit unsere schon vor der Pandemie umgesetzte Fokussierung bestätigt. So wurden z. B. innerhalb von zwei bis drei Monaten Investitionen in die Thematik Digitalisierung getätigt, welche unter normalen Umständen sicherlich zwei bis drei Jahre gedauert hätten. Nach unserer Auffassung handelt es sich hierbei nicht um einen situationsgetriebenen Trend, sondern um eine langfristige, nicht mehr umkehrbare Entwicklung. Davon sollten entsprechende Werte profitieren. Auch bei den scheinbar sicheren Gesundheitsaktien kommt es auf die richtige Auswahl an, wie der Kursverlauf gerade auch in diesem Jahr zeigte. Zum Beispiel litten zahlreiche Medizintechnik-Unternehmen an dem Verschieben von elektiven Operationen oder große Pharmaunternehmen an den nicht stattgefundenen Behandlungen. Andere profitierten dagegen von erhöhtem Bedarf an COVID-19-Behandlungs- und Diagnostik-Maßnahmen. Ausgelöst durch die Diskussionen um einen Impfstoff und die verschiedenen Methoden zur Diagnostik wurden gerade Biotech- und Medizintechnikfirmen beflügelt.

II: Die COVID-19-Pandemie hält uns weiter in Atem. Inwieweit hat sie auch für nachhaltige Veränderungen im Gesundheits- und Technologiesektor gesorgt?
Köhn: Die COVID-19-Pandemie zwingt in gewisser Weise zum schnellen Handeln und kann diese Sektoren natürlich nachhaltig prägen. So zum Beispiel das Gesundheitswesen. Früher, vor Corona, waren Videotelefonate mit Ärzten oder gar E‑Rezepte regulatorisch schwierig und kaum umsetzbar. Inzwischen ist das möglich und wird überall etabliert. Die Diagnostik bekommt in Zeiten von COVID-19 einen deutlich höheren Stellenwert und wird auch in Zukunft extrem wichtig bleiben. Ebenso wie Biotechunternehmen, die den Grundstein für zukünftiges Wachstum als auch Innovation bilden. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Technologiesektor. Das Wort Home-Office schien nur im Vokabular von Start-ups oder US-Technologieunternehmen vorzukommen. Doch durch die Corona-Pandemie wird Flexibilität neu definiert, gewohnte Wege und Arbeitsabläufe ergänzt. Durch Fernwartungen, Laptops und Mobiletelefone scheinen klassische Büroräume veraltet zu wirken.

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