HighlightMärkteAuf der Überholspur

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni weiter gestiegen und signalisiert, dass die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr ihre Erholung dynamisch fortsetzt. Auch in den anderen großen Euro-Ländern zeigt die Unternehmensstimmung nach oben. Der Aufschwung gewinnt an Tempo und Breite. Das sind gute Nachrichten für die europäischen Finanzmärkte. Denn anders als in den USA bleiben die Inflationssorgen gering.
29. Juni 2021
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Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni weiter gestiegen und signalisiert, dass die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr ihre Erholung dynamisch fortsetzt. Auch in den anderen großen Euro-Ländern zeigt die Unternehmensstimmung nach oben. Der Aufschwung gewinnt an Tempo und Breite. Das sind gute Nachrichten für die europäischen Finanzmärkte. Denn anders als in den USA bleiben die Inflationssorgen gering.

Investoren freuen sich über steigende Gewinnerwartungen und anhaltende Unterstützung durch die Geldpolitik. Und der große Fiskalimpuls durch den EU-Wiederaufbaufonds steht auch noch in der Tür, erklärt Dr. Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz.

Wie erwartet ist das ifo Geschäftsklima für die deutsche Wirtschaft im Juni weiter gestiegen und liegt mit 101,8 Punkten auf dem höchsten Stand seit Ende 2018. Besonders hoch sind die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden sechs  Monate. Gemessen an den ifo Daten dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung bereits im dritten Quartal das Vorkrisenniveau überschreiten und spielt damit wieder die Rolle als europäische Konjunkturlokomotive. Deutlich verbessert hat sich im Juni die Stimmung im Handel und bei den Dienstleistern, die  besonders stark von den Lockerungen der COVID-Restriktionen profitieren. Mit Lieferengpässen haben weiterhin die Industrie- und die Bauwirtschaft zu kämpfen, auch hier hat sich die Stimmung aber erneut etwas verbessert.

Für die Finanzmärkte sind die Daten durchweg positiv. Denn die Erholung der Konjunktur gewinnt an Tempo und Breite. Das sollte sich in höheren Gewinnen der Unternehmen spiegeln. Gleichzeitig bleibt das Inflationsrisiko im Euro-Raum gering. Denn die aktuellen Preisanstiege durch Angebots- und Lieferengpässe dürften sich in den kommenden Monaten zurückbilden und das Risiko von Zweitrundeneffekten bleibt in Europa gering. Zu groß ist der Konjunkturrückstand in anderen großen Euro-Ländern. Investoren können also auch weiterhin auf eine starke Unterstützung durch die ultra-expansive Geldpolitik der EZB bauen. (ah)

Dr. Johannes Mayr — Foto: © Eyb & Wallwitz

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