Strategien & ProdukteAntizipativ handeln

Mit der Portfolioallokation möchten Investoren eine möglichst hohe Rendite erzielen. Das ist ein Primärziel. Dessen ungeachtet ist die Risikokomponente nicht zu vernachlässigen. Insofern sollten Rendite auf der einen und Risiko auf der anderen Seite in einem vertretbaren Verhältnis zueinanderstehen.
25. März 2021
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Mit der Portfolioallokation möchten Investoren eine möglichst hohe Rendite erzielen. Das ist ein Primärziel. Dessen ungeachtet ist die Risikokomponente nicht zu vernachlässigen. Insofern sollten Rendite auf der einen und Risiko auf der anderen Seite in einem vertretbaren Verhältnis zueinanderstehen.

Das gilt speziell für institutionelle Investoren, die teilweise deutlich risikoaverser unterwegs sind als Privatanleger. Und wie relevant die Überlegungen hierzu sind, beweist eindrucksvoll der Crash zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020. Da rauschten die Kurse binnen weniger Tage in den Keller.

Das Overlay Management versteht sich hierbei als eine strategische Komponente zur Risiko-Ertrags-Steuerung auf der Portfolioebene. Hierfür werden beispielsweise Derivate oder Futures zur Risikoabsicherung verwaltet. Zentral ist dabei die Unterscheidung in ein strategisches und taktisches Overlay Management.

Bei ersterem geht es der Sache nach um Absicherungsstrategien, die auch im klassischen Risikomanagement ihren Einklang finden, wie beispielsweise Währungsoverlays zur Absicherung von Währungsschwankungen. Man denke in diesem Kontext beispielsweise an die Schwankungen im Euro/US-Dollar-Währungspaar. Anders sieht die Aufstellung beim taktischen Overlay aus. Hier werden zusätzliche Risiken eingegangen, um etwaige Chancen zu nutzen und eine Rendite zu erzielen.

In der Summe ist festzuhalten, dass sich in den vergangenen Jahren die Fokussierung auf den Risikogesichtspunkt verstärkt in den Vordergrund gedrängt hat. Natürlich war diese Entwicklung auch durch neue regulatorische Maßnahmen flankiert, die sich als Notwendigkeit aus vergangenen Erfahrungen (Börsenblasen) ergeben haben. Und ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Der Diversifikationsgrad der Portfolien ist wohl gewachsen — auch regional. Als Konsequenz muss damit auch ein höheres Risikobewusstsein einhergehen. Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Risikomanagement bereits bei der Strukturierung der Strategischen Asset Allokation (SAA) einsetzt. Durch eine möglichst breite Streuung über die diversen Assetklassen, Risikoprämien und Regionen gilt es, Risiken möglichst klein zu halten und die allokierten Risiken von Beginn an zu identifizieren. Für liquide Anlageklassen wie Anleihen oder Aktien steht ein breites Spektrum an Sicherungsinstrumenten zur Verfügung.

Quelle: Foto: © berkay08 — stock.adobe.com

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