Wissenswertes zu Währungssicherungen

Viele Investoren schauen derzeit mit Sorge auf den US-Dollar: Seine Abwertung gegenüber dem Euro ist seit Anfang des Jahres zügig verlaufen. Geht es in dieser Richtung weiter? Und was bedeutet das für ein breit gestreutes Portfolio – sollte es abgesichert werden? Dr. Thomas Neukirch erklärt, worauf Investoren achten sollten.

EZB verfügt über flexible Geldpolitik

Geldpolitisch befindet sich die EZB in einer beneidenswerten Lage, da die Inflation nun wieder auf das Ziel von 2 % zurückgekehrt ist und dort voraussichtlich auch für den Prognosezeitraum bleiben wird. Darüber hinaus werden Zölle außerhalb der USA angesichts der nachlassenden Risiken einer Eskalation der Strafzölle zunehmend als deflationär angesehen.

„IG-Unternehmensanleihen zeigen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“

Nicolas Jullien, Global Head of Fixed Income bei Candriam, analysiert die jüngsten Entwicklungen an den Anleihemärkten. Trotz makroökonomischer Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und Inflationssorgen konnten sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen eine positive Performance erzielen. Besonders bemerkenswert: Die Widerstandsfähigkeit von Unternehmensanleihen.

Positives Zeichen, aber dringende Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft

Am heutigen Montag, 21. Juli, empfing Bundeskanzler Friedrich Merz Top-Manager zum „Investitionsgipfel“ im Kanzleramt. Zuvor hatten 61 Firmen die Gründung der Initiative „Made for Germany“ bekannt gegeben. Deren Mitglieder planen in den nächsten drei Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag am Standort Deutschland zu investieren. Dr. Felix Schmidt, Senior Economist bei Berenberg, sieht darin ein positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Es bedarf aber neben der engen Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft und mehr Haushaltsausgaben auch noch zusätzlicher Reformen:

EZB als Zuschauer?

Was macht die EZB in dieser Woche? Tut sie es nochmal und senkt erneut die Zinsen? Jörg Held, Head of Portfolio Management & Portfolio Manager, ETHENEA vertritt eine klare Meinung. Er begründet, warum die Zentralbank sich eher abwartend positioniert. 

Welche Schwellenländer jetzt ins Portfolio gehören

Ein schwächerer US-Dollar, das mögliche Ende des Zinssenkungszyklus der US-Notenbank und die zunehmenden Unsicherheiten rund um die USA tragen zu überzeugenden Anlagemöglichkeiten in den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) bei. Malcolm Dorson, Head of Active Investment Team & Emerging Markets Senior Portfoliomanager bei Global X, führt folgende Gründe an, die für Investitionen in die Schwellenländer sprechen:

Disruptive Strategie: Europäische Konsumentenkredite als innovatives Fixed-Income-Segment

Die europäischen Kapitalmärkte stehen vor einem Paradigmenwechsel: Während klassische Anleihenmärkte unter Druck geraten, suchen semi-institutionelle Anleger und anspruchsvolle Privatkunden nach neuen Wegen, stabile Erträge mit einem überzeugenden Chance-Risiko-Profil zu kombinieren. Europäische Konsumentenkredite als flexible, technologisch gestützte und breit diversifizierbare Anlageklasse stehen für die Demokratisierung von Bankdienstleistungen und stillen den Hunger von Investoren nach geringen Volatilitäten und unkorrelierten Assets.

Strategische Allokationen auf dem Prüfstand

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte findet ein stiller, aber tiefgreifender Umbruch statt. Der „amerikanische Exzeptionalismus“ an den Börsen schwächt sich ab. Nach einem zehn Jahre langen Anstieg, der sich auf niedrige Zinsen, überlegene Technologien und einen starken Dollar stützen konnte, werden nun Risse sichtbar. Seit Jahresbeginn verzeichnen US-Aktien, darunter insbesondere Titel von Large Caps, eine deutliche Underperformance (in Euro) im Vergleich zu den europäischen Märkten.

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